Encyclopädie

Keratoglobus

 

Der Keratoglobus ist eine sehr seltene Augenkrankheit, die schon im frühen Kindesalter auftritt. Es handelt sich dabei um eine kugelförmige Wölbung der Hornhaut, die sich gleichzeitig verdünnt. Ein optischer Ausgleich kann mit Brille oder Contactlinsen erfolgen. Eine medizinische Behandlung ist schwierig und begrenzt sich in der Regel auf eine Hornhauttransplantation.

 

Keratokonus

 

Der Keratokonus ist eine Augenerkrankung, die regional gehäuft auftritt. Der Keratokonus wird vererbt und tritt oft in so genannten "geschlossenen genetischen Gesellschaften" auf. Da der Keratokonus eine Erberkrankung ist, gibt es hier eine geistliche Dimension, die man als Generationenflüche bezeichnet. Der theologische Ansatz ist der so genannte Befreiungsdienst, bei dem diese Flüche gebrochen werden.

Anatomisch betrachtet handelt sich beim Keratokonus um verhältnismäßig instabile Schichten in der Hornhaut des Auges, die im Zentrum der Hornhaut dem Druck des Kammerwassers nachgeben. Daraus folgt eine kegelförmige Vorwölbung der Hornhaut, die je nach Fortschreiten der Erkrankung in verschiedene Stufen eingeteilt wird. Je weiter der Keratokonus fortgeschritten ist, desto unbefriedigender ist der optische Ausgleich mit Brille. Die beste Korrekturmöglichkeit bieten hoch sauerstoffdurchlässige harte Contactlinsen. Früher versuchte man die Keratokonusspitze durch eine flach angepasste Contactlinse zurück zu drücken. In der Folge kam es häufig zu Entzündungen durch die Reibung an der Keratokonusspitze. Letztendlich bildete sich dort eine Narbe, die eine weitere Contactlinsenversorgung erschwerte. Bei Keratokonus passen wir heute Contactlinsen mit individuell gefertigter Innenfläche an, die Druck und Reibung verhindert. So können wir einen fortschreitenden Keratokonus durch alle Stadien seiner Entwicklung mit Contactlinsen versorgen. Unser bevorzugtes Produkt hat die Bezeichnung KAKC. Sollte die Keratokonusspitze, man nennt sie auch Apex, schon vernarbt sein und damit eine harte Kontaktlinse aus Komfortgründen problematisch sein, kann ein so genanntes Huckepacksystem hilfreich sein. Ein Huckepacksystem besteht aus einer weichen Contactlinse, die direkt auf der Hornhaut aufliegt und einer harten Contactlinse, die auf die weiche Contactlinse aufgebracht wird.

 

Hornhauttransplantat

 

Sollte die Hornhaut des Auges so stark geschädigt sein, dass mit optischen Mitteln kein gutes Sehen mehr erreichbar ist, könnte eine Hornhauttransplantation das Sehen wieder herstellen. Bei der Hornhauttransplantation wird die zentrale Scheibe der Hornhaut durch eine Scheibe einer Spenderhornhaut ersetzt. Die Spenderhornhaut wird mit dem Rest der Originalhornhaut vernäht. Entlang der Naht bilden sich Narben, Wülste und kleine Verwerfungen, die das Sehen beeinträchtigen. Durch eine so genannte Implantat Contactlinse aus festem sauerstoffdurchlässigen Material können diese Unregelmäßigkeiten überbrückt werden. Durch ein Hornhauttransplantat in Verbindung mit einer Transplantat Contactlinse kann ein vollwertiges Sehen wieder hergestellt werden. Diese speziellen Contactlinsen werden individuell gefertigt und sind in der Regel im Durchmesser deutlich größer als herkömmliche Contactlinsen. Unser spezielles Produkt hat die Bezeichnung KA2.

Alternativ könnte auch eine so genannte Sklerallinse zum Einsatz kommen. Diese harte Linse ist so groß wie eine weiche Contactlinse. Wegen ihrer geringeren Sauerstoffdurchlässigkeit kommt sie nur zum Einsatz, wenn alle anderen Möglichkeiten erfolglos waren.

 

Handbemalte Weichlinse

 

Diese Linse wird von einem Künstler gestaltet. Durch Verkehrs- oder Säureunfälle kann ein Auge sein natürliches Aussehen verlieren. Wir benötigen ein gutes Farbfoto vom gesunden Auge und der Künstler bemalt eine Kontaktlinse dem gesunden Auge entsprechend. Das Ergebnis ist ästhetisch sehr gut.

 

Makuladegeneration

 

Die Makuladegeneration tritt vorwiegend bei älteren Menschen auf. Die trockene Makuladegeneration steht in der Regel am Anfang, gefolgt von der feuchten Makuladegeneration, die bis zur Erblindung führen kann. Viele ältere Menschen, die am grauen Star erkrankt sind, lassen eine Kataraktoperation durchführen, um wieder gut zu sehen. Dies funktioniert in der Regel auch sehr gut. Bei dieser Operation wird die Augenlinse durch eine Kunstlinse ersetzt. Man hat festgestellt, dass der blaue Anteil des Tageslichts ungehindert durch die Kunstlinse an den Augenhintergrund gelangt. Dort ist die Makula. Sie wird durch das energiereiche blaue Licht geschädigt. Um nach einer Kataraktoperation einer Makuladegeneration vorzubeugen empfehlen wir das Tragen einer Blaufilterbrille im Freien. Die Gläser dieser Brille sind sonnenblumengelb, die Bügel sind breit und transparent in der Farbe der Gläser. Die Bügel halten somit blaues Licht und Wind vom Auge ab.

Um der Makuladegeneration vorzubeugen empfehlen wir darüber hinaus die Einnahme einer Nahrungsergänzung. Sie enthält die gesundheitsfördernden sekundären Pflanzenfarbstoffe, die das Auge des älteren Menschen dringend benötigt. Die Nahrungsergänzung heißt JUICE+ und ist bei uns erhältlich.

 

Sonnenschutzgläser

 

Wir empfehlen so genannte polarisierende Brillengläser. Diese Gläser unterdrücken alle störenden Reflexe von Armaturenbrett, Straße, Wasser. Häufig werden diese Gläser mit starker Durchbiegung hergestellt um auch einen Schutz vor Wind zu bieten. Damit durch diese starke Durchbiegung das Sehen nicht beeinträchtigt wird, ist eine optische Umrechnung der Glaswerte auch bei 0,0 Dioptrien erforderlich. Wir empfehlen polarisierende Sonnenbrillen der Marke Maui Jim aus den USA.

 

 

Winkelfehlsichtigkeit

 

Die Winkelfehlsichtigkeit - auch Heterophorie genannt - könnte man als Vorstufe zum Schielen (Strabismus) bezeichnen. Die Sehachsen weichen in ihrer Richtung von der Norm ab. Bei der Winkelfehlsichtigkeit ist die Abweichung so gering, dass man sie von außen nicht beobachten kann. Bei starker Ermüdung oder nach Alkoholgenuss kann die Winkelfehlsichtigkeit für Sekunden in Schielen umschlagen.

Die Winkelfehlsichtigkeit verursacht im Fortschreiten des Tages häufig so genannte Anstrengungsbeschwerden wie Müdigkeit, Augenbrennen, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl oder Übelkeit. Manchmal kann man auch eine unnatürliche, schiefe Kopfhaltung sehen. Betroffene Kinder haben Mühe mit Lesen und Schreiben (Lese- und Rechtschreibschwäche). Das räumliche Sehen ist gestört, was sich beim Ballsport negativ bemerkbar macht.

Nicht jede Winkelfehlsichtigkeit bedarf der Korrektur. Nur wenn oben genannte Symptome die Lebensqualität beeinträchtigen besteht Handlungsbedarf. Mittels der Sehtestanlage  "Polatest" von ZEISS kann die Winkelfehlsichtigkeit bestimmt und ausgemessen werden. Eine so genannte "Prismenbrille" wird angefertigt. Sie beseitigt die Symptome oder Beschwerden. Wenn die Werte der Prismenbrille für etwa 2 Jahre stabil waren kann sich der Betroffene für eine Schieloperation entscheiden. Bei erfolgreicher Operation braucht keine Prismenbrille mehr getragen zu werden.